Tattoo Bilder – Modeerscheinung oder Kunst?
Wer tätowiert war, galt noch vor gar nicht so langer Zeit als zwielichtige, dubiose, Gestalt, im schlimmsten Fall sogar als Krimineller. Die Bilder, die mit Hilfe einer Nadel und Tinte unter die Haut gestochen wurden, kennzeichneten den, der sie trug, als Draufgänger, der keine Angst vor Schmerzen hat.
Inzwischen hat diese Form der Körperkunst längst ihren Weg heraus aus den Hinterzimmern und Gefängniszellen gefunden und gilt sogar als Kunstform. Der Anblick von Tattoos ist inzwischen mehr als gewohnt – zum Teil sogar beinahe langweilig:
Das sogenannte Arschgeweih, ein Tattoo in Form eines Tribles, das genau über dem Steiß gestochen wird, haben sich sogar derart viele Frauen machen lassen, dass dieser Trend dem Tattoo-Fan nicht als richtiges Tattoo, beinahe schon als spießig gilt. Tattoo Bilder sollte etwas individuelles sein, dass seinen Träger zu etwas Besonderem macht. Und meistens bleibt es nicht bei einem Tattoo, denn wer einmal damit angefangen hat, kann nur schwerlich wieder aufhören. Es kann vorkommen, dass man bereits während man noch die Tattoowier-Nadel unter der Haut spürt überlegt, welche Tattoo Bilder die nächsten sein sollen.
Bei der Motivauswahl lautet die Devise: Je ausgefallener, desto besser! Bunte Farben, verrückte Motive und ausgefallene Körperstellen – die Tattoo-Süchtigen überbieten sich an Ideenreichtum, um mit ihrem Körperschmuck aufzufallen.
Auch der Ruf der Tattowierer hat sich seit den achtziger Jahren radikal verändert. Die meisten von ihnen achten bei ihrer Arbeit auf die größtmögliche Hygiene und Genauigkeit. Leider gibt es, wie in jeder Branche Schwarze Schafe, die einzig auf den Gewinn aus sind. Deshalb sollte man bei der Wahl des Tattoo-Studios immer sehr sorgfältig sein. Ein seriöser Tattoowierer bietet einen Neuling in der Tattoo-Szene immer ein Beratungsgespräch an, indem er sowohl den Ablauf erklären, als auch über mögliche Risiken aufklären sollte. Besonders wichtig ist es darauf zu achten, dass die Tattoo Bilder ausschließlich mit sterilen Nadeln gestochen werden, die Stelle zuvor desinfiziert wurde und der Tattoowierer bei seiner Arbeit stets Handschuhe trägt.
Auch wenn Tattoos ihren schlechten Ruf verloren haben, und im Gesellschaftsbild zur Normalität geworden sind, für ihren Träger bleiben sie etwas Besonders.
2. Juni 2011 | Von Stef Kraus | Kategorie: Mode & Lifestyle