Japanische Sportarten auf der Japan Reise entdecken
Japan ist als Ursprungsland verschiedener Kampfsportarten bekannt. Zur Ausübung dieser Sportarten ist allerdings nicht nur eine durch ausdauerndes Training erlangte gesteigerte Körperbeherrschung notwendig, sondern oft auch ein tiefes Verständnis für die inneren Zusammenhänge von Körper und Seele. Erst so ist eine echte Meisterschaft in diesen Sportarten möglich. Sowohl die Schaffung des Kampfsports als auch die Überhöhung zur Kampfkunst, ist tief verwurzelt in der japanischen Mentalität.
Nachfolgend sind die wichtigsten dieser Kampfsportarten aufgeführt und für einen Japanurlaub kurz beschrieben:
Sumo ist für Japaner nicht nur ein Kampfsport, sondern eher schon einer religiöser Akt und die Haupakteure dieses Sportes werden in Japan verehrt, wie sonst nur noch der Tenno – der Kaiser auf dem Chrysanthementhron. Sumo ist eine Form des Ringkampfes, dessen Ziel es ist seinen Gegner aus einem sandbedeckten Kreis zu drängen. Für jeden Sumokämpfer (Sumotori) ist es daher wichtig, es dem Gegner im wahrsten Sinne des Wortes so „schwer“ wie möglich zu machen, dieses Ziel zu erreichen. So sind Sumotori mit einem Körpergewicht von 150-200 kg keine Seltenheit. Trotz ihrer Masse sind sie jedoch sehr beweglich und geschickt in der Anwendung der verschiedenen Grifftechniken. Die Anwesenheit bei einem der großen Turniere macht Japan Reisen individuell.
Judo bedeutet übersetzt „sanfter Weg“. Gemäß dieser Übersetzung beruht der Erfolg beim Judo auch nicht auf Kraft und Anstrengung, sondern auf Geschicklichkeit und Ausgeglichenheit. Judo diente ursprünglich zur waffenlosen Selbstverteidigung, bei der der Judoka den Angriff des Gegners zum eigenen Vorteil nutzt, indem er ihn durch geschickte Grifftechniken umleitet und den Gegner zu Fall bringt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde daraus eine Wettkampfsportart entwickelt.
Jiu Jitsu ist ebenso wie Judo dem Prinzip des „Siegens durch Nachgeben“ verpflichtet und ist als Kampfart der Samurai entstanden.
Aikido ist ähnlich wie Judo und Jiu Jitsu dem defensiven Abwehren des Angreifers verpflichtet.
Karate ist die Kunst der „leeren Hand“. Das Geheimnis des Karate ist, die Kraft auf einen Punkt des Körpers zu konzentrieren, um damit einen entscheidenden Schlag ausführen zu können. Zum Karate gehören einige Schlag-, Stoß- und Tritttechniken, die durch erstaunliche Körperbeherrschung durchschlagende Wirkungen erzielen können.
Kendo ist die als Wettkampfsport abgewandelte Form des japanischen Schwertkampfes, wie ihn die Samurai ausgeübt haben. Anstatt mit richtigen Schwertern wird hier aber mit Übungsschwertern aus Bambus gekämpft.
Iaido ist die japanische Kunst des Schwertziehens, wobei das Schwert schon beim Ziehen als Waffe verwendet werden kann. Zur meisterhaften Ausübung sind hohe Konzentration und Balance notwendig.
19. Januar 2010 | Von Gaijin1 | Kategorie: Arbeit & Bildung