Die Hawaigans

Eine zu den Meergänsen gehörende und damit zur Familie der Entenvögel zählende Art ist die Hawaigans (Branta sandvicensis). Hawaii ist der Lebensraum dieses kritisch vom Aussterben bedrohten Standvogels (Standvogel: Bleib das ganze Jahr in seinem Lebensraum). Auf ausgefallene Rezepte wie Entenbrust mit Honig-Walnuss-Kruste sollte man bei dieser gefährdeten Art (IUCN) verzichten. Besser nimmt man hierzu normalen Entenfleisch.

 

Das in schlichtem braun gehaltene Gefieder unterscheidet sich bei Jung- und Altvögeln lediglich in der Halsfärbung. Bei den Jungtieren präsentiert sich diese hell mit einer grauen Rillung, wogegen die Altvögel sich in Lehmgelb zeigen. Der Kopf zeichnet sich dunkel vom Hals ab. Eine spezielle Besonderheit der Hawaigans sind die Schwimmhäute, die sich in Anpassung an den Lebensraum zwischen den kräftigen Zehen drastisch dezimiert haben. Fällt sie nicht ihren natürlichen Feinden, z.B. während der fünfwöchigen Mauser in der sie ihre Flugfähigkeit verliert, zum Opfer wird die Branta sandvicensis etwa 25-30 Jahre alt.

 

Während der Brutzeit von November bis Februar bauen die Gänse ihr mit Daunen ausgekleidetes Nest am Erdboden auf erkaltetem, aber fruchtbaren Lavafeldern in circa 1500-2500m Höhe. Vier bis sieben Eier sind das Ergebnis der Paarung, welche auf Lebenszeit monogam stattfindet. Das Weibchen brütet für etwa 28-30 Tage und nach weiteren zwei bis drei Monaten beginnt die Nestflucht der Jungtiere. Der kleine Vegetarier ernährt sich ausschließlich von Gräsern, Samen und Beeren, worüber auch der Flüssigkeitsbedarf gedeckt wird.


Gerade in der Weihnachtszeit finden sich in vielen Haushalten Rezepte über Gänsebraten oder Entenbrust. Über die Zubereitung ist man sich als Laie nicht so wirklich einig, beim Kauf sollte aber auf jeden Fall darauf geachtet werden, woher die Gans oder Ente stammt, ob aus Massentierhaltung oder freilaufend.

 

21. November 2008 | Von | Kategorie: Essen & Trinken