Der Einfluss von Sonnenlicht auf Depressionen

Sonne und Mond beeinflussen unser Leben in starkem Maße, auch wenn manche Menschen das gerne als Unsinn abtun. Wer aber in Altenheimen oder Krankenhäusern arbeitet, kann bestätigen, dass es in Vollmondnächten rund geht auf Station, besonders deutlich wird das wirklich in Pflegeheimen. Viele Bewohner schlafen schlecht, oder können erst gar nicht einschlafen, oder sie zeigen sich verwirrt. Einen ebenso starken Einfluss hat die Sonne. Ein Mensch, der so gut wie nie das Tageslicht sieht, läuft wirklich Gefahr, an Depressionen zu erkranken. Viele Pflegekräfte zum Beispiel haben noch Verträge als Dauernachtwache, das bedeutet, sie haben acht bis zehn Nächte am Stück durchzuarbeiten, bevor sie ein paar Tage frei haben. Durch den Arbeitsrhythmus jedoch ist der Körper daran gewohnt, nachts aktiv zu sein und tagsüber zu schlafen, und innerhalb weniger Tage stellt er sich nicht um, das heißt, es wird auch an freien Tagen der Tag größtenteils verschlafen und die Nacht zum Tag gemacht. Im Sommer ist das vielleicht nicht ganz so tragisch für den Körper, denn es wird früh hell und spät dunkel, so dass auch jemand, der nachts arbeitet, genügend Tageslicht erleben kann. Im Winter jedoch kann das mangelnde Tageslicht zu einem großen Problem werden. Bei Schichtende ist es früh morgens und noch dunkel. Dann wird geschlafen. Beim aufstehen ist es schon fast wieder dunkel, bei Arbeitsantritt am Abend ist es stockfinster. Auf die Dauer führt das in vielen Fällen zu Depressionen, die sich allerdings anders äußern als Depressionen, die eindeutig seelische Auslöser haben. Ein Gefühl der allgemeinen Niedergeschlagenheit macht sich breit, der Betroffene fühlt sich krank, als würde er eine Grippe ausbrüten.

Viele Menschen berichten über ein verändertes Schlafverhalten – gelingt es im Sommer, nach fünf bis sechs Stunden Schlaf aufzustehen und sich erholt zu fühlen, klagen viele Nachtdienstarbeiter im Winter darüber, dass sie einfach nicht wach werden, und um mehrere Stunden länger schlafen als im Sommer.

18. Dezember 2007 | Von | Kategorie: Gesundheit & Wellness