Das Handy als innovatives Marketingtool

Frost & Sullivan hat mobiles Marketing in Westeuropa untersucht. Die Funktion des Handys als Marketingtool ist längst kein Geheimnis mehr und aus den Kinderschuhen entwachsen. Hier liegt ein großes Potential.

Anhand dieser Studie wurden im Jahr 2006 etwa 37 Mrd. mobile Werbebotschaften innerhalb Westeuropas verschickt. Während Bannerwerbung im Jahre 2001 noch US$ 51,1 Mio. ausgegeben wurde, wurden die Ausgaben für 2006 schon auf US$464,7 Mio. geschätzt, Tendenz steigend. Auch die interaktiven Nachrichten boomen, hierbei soll der Marktwert von US$ 102,9 Mio. auf US$ 7,4 Mrd. ansteigen.

Das Handy als Marketingtool gilt als neuartiges Medium. Es lässt standortbezogene und personalisierte Werbung zu, die direkt an den Kunden ankommen. Streuverluste lassen so gut wie vermeiden und die Resonanz ist leicht messbar.

Jedoch sind die zentralen Technologien noch nicht ganz ausgereift. Weder die Kampagnen, noch die Preisstrukturen sind ausgereift und auc die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz sind nicht immer geklärt und müssen modifiziert werden. Es gibt auch nicht viele Anbieter auf dem Markt, was interessierte Kunden sich natürlich auch preislich niederschlägt.

Das Handy als Marketingtool ist eher häufig noch ein experimenteller Bereich.
Bislang ist der größte Teil der Werbebotschaften auf Basis von SMS. In Zukunft werden dank GPRS und UMTS auch die Verbreitung von Audio- und Videoelementen möglich sein. Auch Bluetooth ermöglicht die Kundenansprache auf eine ganz neue Art und Weise.

Dennoch hat das Handy als Marketingtool auch einen Haken. Damit sich große Investitionen in das Direktmarketing per Handy lohnen, muss es einen größeren Kundenstamm an Abonnementen geben, die dazu bereit sind, diese Nachrichten zu empfangen. 2006 haben etwa 56% der Handynutzer ihr Einverständnis zum Empfang dieser Botschaften gegeben.

Kl.- Martin Meyr

17. August 2007 | Von | Kategorie: Buisiness & Wirtschaft