Cocktails richtig floaten

Cocktails werden in Deutschland immer beliebter und können heute auf den Getränkekarten fast aller Bars und vieler Kneipen gefunden werden. Doch eines beherrschen scheinbar nur wenige Barmänner: Das Floaten.

Floaten bedeutet, eine Flüssigkeit so in ein Glas zu geben, dass sie sich nicht mit den bereits darin befindlichen Zutaten vermischt. Dies erreicht man, indem man die Flüssigkeit vorsichtig über einen kleinen Löffel in das Glas gießt. Der Löffel sollte sich dabei am Rand des Glases befinden und nur mit der Spitze in die Mixtur getaucht wird.

Ein Beispiel für einen Cocktail der auf diese Weise zubereitet werden sollte ist der Sex on the Beach. Bestandteile dieses Cocktails sind Wodka, Pfirsichlikör, Orangensaft und Cranberrysaft. Macht man es sich einfach, werden alle Zutaten im Shaker gemixt und in das Glas ergeben. Ergebnis ist ein unschöner, hell-roter Cocktail und jede Struktur. Ein geübter Barmann hingegen mischt bei einem Sex on the Beach nur Wodka, Pfirsichlikör und Orangensaft im Shaker und gibt dies dann auf ausreichend Crushed Ice in das Glas. Der rote Cranberrysaft wird nun dazu gefloatet, wodurch sich dieser am Boden des Cocktails absetzt und einen gelb-roten Schichtcocktail entstehen lässt. Je nach Vorliebe kann dieser nun gleich so serviert werden, oder aber man zieht zum Beispiel mit einem Strohhalm etwas des roten Cranberrysaftes nach oben in den Orangensaft, wodurch eine interessante Struktur entsteht.

Cocktails wie der Sex on the Beach oder auch der ähnlich aussehende Tequila Sunrise sehen erst richtig gut aus, wenn sie auch gut gemixt wurden und auch bei Getränken gilt: Das Auge trinkt mit.

30. Juli 2007 | Von | Kategorie: Essen & Trinken